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Einführung von Budgetierung und Doppik in einer bayerischen Kreisstadt

1. Ausgangssituation

  • Einführung des NSM durch Beratungsunternehmen
    Teilaufträge an Trainer/-innen:
    a) Einführung der Budgetierung 2004
    b) Einführung der Kommunalen Doppik 2005-2006 bzw. Mitte 2009-2011
  • Die Budgetierung wurde erfolgreich flächendeckend eingeführt. Die Stadt hat dadurch viel Geld eingespart.
  • Die Einführung der Doppik wurde gestartet. Formulierung der Inventur- und Bewertungsrichtlinie, da die gesetzlichen Grundlagen noch nicht abgeschlossen waren. Der Umstellungstermin auf die Kommunale Doppik wurde deshalb von 2008 auf 2011 verschoben. Die Erfassung und Bewertung des Vermögens ist inzwischen abgeschlossen.


2. Zielsetzung

Die Umstellung auf die Kommunale Doppik in der Kreisstadt ist ein Projekt mit langfristigen Perspektiven.

Ausgangssituation:

  • Keine unnötigen Risiken (Gesetzeslage, KLR)
  • Schafft Sicherheit
  • Vermeidet Unruhe und Ängste

Permanente behutsame Weiterentwicklung der Budgetierung durch

  • Sensibilisierung der Mitarbeiter/-innen für die Zusammenhänge von Wirtschaftlichkeit, Ressourcenverbrauch, Leistungen und Wirkungen
  • Optimierung der Berichte, unterstützt durch KLR
  • Aufzeigen von Möglichkeiten des konstruktiven Mitdenkens
  • Mitwirkung bei der Vorbereitung von Entscheidungen

Ziel:

  • Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Sicherung und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit


3. Durchführung der Maßnahme

  • Durchführung in 2 Phasen
  • Instrumentarium: Lenkungsausschuss, Steuerungsgruppe, Projektgruppe Budgetierung, Projektgruppe Vermögenserfassung und -bewertung, Projektgruppe Doppik
  • Abgestimmte und flexible Projektplanung, Moderation in den Projektgruppen, vorbereitete Sitzungen mit zuvor abgestimmter Tagesordnung und Ergebnisprotokoll mit Projektcontrolling, Einbringen von detaillierten fachspezifischen Unterlagen, Schulungen nach Bedarf
  • Teilnehmer/-innen: Politiker/-innen, Verwaltungsspitzen und Leistungsträger aus Kämmerei, Kasse, Bauamt, Personalvertretung


4. „Knackpunkte“ beim Ablauf der Maßnahme

  • Eine Leistungsträgerin bekam ein Kind und die gesetzlichen Grundlagen verzögerten sich um einige Jahre.
  • Das Vorhaben wurde auf Sparflamme gesetzt, die laufende Erfassung und Bewertung des Vermögens wurde weiter verfolgt.
  • Das hohe Risiko der ungenauen Gesetzeslage wurde vermieden, die Pause wurde für die Erfassung und Bewertung des Vermögens sinnvoll genutzt. Eine Personalaufstockung konnte vermieden werden. Die Leistungsträgerin brachte ein gesundes Kind zur Welt und leistet heute Dank eines Heimarbeitsplatzes hervorragende Dienste.


5. Abschließende Bewertung

  • Die gesetzten Ziele sind sachlich bisher erreicht und sind nicht gefährdet.
  • Im Rahmen des modifizierten Projektplans wird die Umstellung auf die Kommunale Doppik bis zum 1.1.2011 durchgeführt.